Säure lässt Haut und Gewebe schmelzen und legt oft die darunterliegenden Knochen frei, die sich ebenfalls auflösen. Die Überlebenden erleiden dauerhafte Entstellungen und sind häufig sozial isoliert – was ihr Selbstwertgefühl und ihr psychisches Wohlbefinden schwer beeinträchtigt.
Ein Überlebender benötigt sofortige spezialisierte medizinische Behandlung, Schutz, rekonstruktive Chirurgie, anschließende Physiotherapie, Beratung und langfristige Unterstützung, um sein Leben wieder aufzubauen.
Ein Überlebender benötigt oft Dutzende von chirurgischen Eingriffen. Kinder, die Opfer von Säureangriffen geworden sind, benötigen eine besonders langfristige spezialisierte Betreuung durch Kinderchirurgen (rekonstruktive und ophthalmologische Chirurgen), Physiotherapeuten und Berater – Fachkompetenzen, die in vielen Ländern, in denen Säureangriffe weit verbreitet sind, oft fehlen.